Wissenswertes

Wir antworten auf Fragen, die Sie uns im Laufe der Zeit immer wieder stellen

 

 

Wie viel Minuten  soll ich vor Kursbeginn erscheinen?

Es ist ausreichend, wenn man 10-15 Minuten vor Kursbeginn im Schwimmbad ist. So bleibt genügend Zeit, die Kinder  stressfrei umzuziehen.

 

Was soll ich tun, wenn mein Baby weint?

Wir suchen gemeinsam mit ihnen nach der Ursache. Es kann vielfältige Ursachen haben und meist sind sie in Zusammenarbeit mit den Eltern leicht zu beheben. Hunger, Akustik, viele Eindrücke, Unsicherheit der Mutter/Vater, ein Zahn bricht durch, ein schlechter Tag, usw.

 

Kann ich mit meinem Baby kommen, wenn ich selbst nicht schwimmen kann?

In jedem Fall. Sehen sie diesen Wassergewöhnungskurs für Babys auch für sich selbst als Unterrichtsstunde. Sie werden merken, dass sie gemeinsam mit der Kursleiterin von Stunde zu Stunde im Wasser sicherer werden.

 

Kann ich meine Kursstunden nachholen, wenn ich im Urlaub oder krank bin?

Ein Anspruch auf das Nachholen versäumter Stunden besteht leider nicht. Jedoch bemühen wir uns, für Fehlstunden, die durch vor Kursbeginn bekanntgegebene Urlaubstage oder schwere Krankheiten entstehen, Nachholtermine zu finden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dies nur in Kursen möglich ist, in denen freie Plätze zur Verfügung stehen.
Bitte vereinbaren Sie Nachholstunden mit Ihrer Kursleitung. Sie kann Ihnen sagen, in welchen Kursen dies möglich wäre.

 

Was passiert, wenn ich oder mein Kind am Kurstag krank ist?

In Krankheitsfällen müssen Sie Ihr Kind bei der Kursleiterin früh genug abmelden. Sollten Sie oder Ihr Kind länger fehlen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Auch in diesem Fall besteht leider kein Anspruch auf das Nachholen versäumter Stunden. Wir werden aber versuchen, eine individuelle Lösung für Sie zu finden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine Rückerstattung der Kursgebühren bei Fehlstunden grundsätzlich nicht möglich ist.

 

Verursacht das Schwimmbadwasser Mittelohrentzündung?

Mittelohrentzündung bekommt ein Kind nicht durch in die Ohrmuschel eingedrungenes Chlorwasser. Durch eine Infektion, beispielsweise Schnupfen und dadurch verstopfte Nase, kann das Mittelohr nicht genügend belüftet werden; die Temperatur im Innenohr erhöht sich und dadurch wird der Nährboden für Bakterien/Viren geschaffen. So kann eine Rötung/Entzündung des Ohres entstehen. Es gibt natürlich Kinder, die zu gehäuften Mittelohrentzündungen neigen. Sollten die Eltern trotz dieser Erklärung noch Bedenken haben, können für die Zeit des Wasseraufenthalts auch Ohrenstöpsel verwendet werden.

 

Infektionen aus dem Wasser?

Die Wasserqualität wird mit badeigenen Tests und durch das Gesundheitsamt kontrolliert und gewährleistet. Im Wasser überleben nur “Wassererreger”. Vor anderen Erregern schützt uns das Wasser.

 

Was muss ich bezüglich der Ausscheidungen meines Babys wissen?

Jedes Baby verfügt über einen Stuhlreflex. Der Wasserdruck ist zehnmal stärker als der Luftdruck und trägt so dazu bei, dass die Babys nicht ins Wasser “machen”. Viele Babys „pieseln“ schon beim Ausziehen aufs Handtuch. Manche beim Umhergehen im Bad, beim Duschen oder beim Sitzen am Beckenrand mit Mama oder Papa. Was dann noch übrig ist und ins Wasser gelangen kann, ist minimal und völlig unbedenklich.

 

Wie schädlich ist das Chlor im Schwimmbadwasser für die Babys?

Um das Wasser bakterienarm zu halten, muss das Wasser gechlort sein. Jedes Bad hat sich an strenge Richtlinien zu halten, die gesetzlich vorgeschrieben sind und deren Einhaltung u.a. auch durch die zuständigen Gesundheitsämter strengstens überwacht wird. Wir sind ausschließlich in kleinen, meist privaten Bädern, die der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung stehen und haben eine sehr viel niedrigere Frequentierung als z.B. die Therme in Weiden oder andere Bäder an einem Warmbadetag. Je geringer die Besucherzahl, desto geringer die Wasserbelastung, desto geringer das aktivierte Chlor. Wir sind sehr dankbar dafür, Eltern und Kindern eine so gute Wasserqualität bieten zu können. Es kamen schon einige Mütter zu uns, die selber eine Chlorallergie haben und nicht in öffentliche Bäder gehen können. Bei uns haben sie aber aufgrund des geringen Chlorgehalts zu ihrer großen Freude keinerlei Symptome festgestellt.

Es gibt auch hin und wieder mutige Mütter, die mit Kindern mit Neurodermitis kommen , Allergien oder allgemeinen Hautempfindlichkeiten. Wir fragen diese Eltern immer wieder ganz genau nach ihren Erfahrungen und bekommen berichtet: “Im äußersten Fall verschlechtert sich die Haut nach dem Schwimmen kurzfristig geringfügig für bis zu drei Stunden, erholt sich dann aber sofort wieder.” Oder es fällt gar kein Unterschied auf. Nach dem Schwimmen sollte mit dem eventuellen Eincremen einige Stunden gewartet werden, damit die Haut selber eine Chance hat, aktiv zu werden, zu arbeiten und den Schutzfilter aufzubauen.

Warum Eltern dieser Kinder immer wieder kommen? Weil gerade die Kids mit Hautproblemen sich im Wasser pudelwohl in ihrer Haut fühlen. Kein Jucken, kein Kratzen, unbeschwert Spielen und Lachen mit Eltern und anderen Kindern. Das gibt Kraft und regt die Selbstheilungskräfte an.

 

Dürfen die Ohren der Babys beim Babyschwimmen unter Wasser?

Es gibt Babys, die ihre Ohren gar nicht gerne unter Wasser bringen. Das sollte akzeptiert werden. Beim Untertauchen der Ohren stellt sich ein dem vorgeburtlichen Hören relativ ähnliches Akustikerlebnis ein, was den meisten Kindern gefällt. Manche Kinder erinnern sich an die Zeit in “Mamas Bauch”. Je jünger, desto eher. Wir verbinden das Untertauchen der Ohren mit leiser, beruhigender Musik und einer Entspannungsübung für die Babys.

Es berührt mich immer wieder sehr, zu sehen, wie die Kinder loslassen, sich entspannen, die Fäustchen öffnen, in sich hinein hören und scheinbar in einer anderen Welt versinken, ganz konzentriert im “Hier und Jetzt” mit sich, dem Wasser und ihrer Erfahrung sind. Wie die Kinder auf das Angebot dieser Übung reagieren, ist sehr unterschiedlich. Einige möchten erst einmal einige Kursstunden kommen, bevor sie sich darauf einlassen, andere fühlen sich sofort “zu Hause”.

Kinder, die unmittelbar das Sitzen gelernt haben, sind manchmal strikt dagegen sich wieder wie ein Baby auf den Rücken legen zu lassen. Das geht aber dann nach wenigen Wochen wieder ganz gut, wenn das “neue Sitzen” gebührend gelobt und anerkannt wurde. Grundsätzlich dringt etwas Wasser in den äußeren Bereich des Ohres/Gehörganges ein, welches bei aufrechter Haltung oder beim ersten Gähnen des Kindes wieder abläuft. Da das Wasser in einem Schwimmbad “Trinkwasserqualität” haben muss, ist es dem Eindringen von Wasser beim Baden oder Duschen vergleichbar und völlig harmlos, außer es liegen Trommelfellschäden vor. Bei allen anderen Sinnesorganen (Nase, Augen, Mund, Ohren)  läuft das Wasser heraus, sobald sich der Kopf wieder in die „Senkrechte“ begibt.

 

Mein Kind mag das Tauchen nicht. Soll ich weiterhin ins Schwimmbad gehen?

Ganz wichtig ist es, auf die Bedürfnisse der Babys einzugehen. Wenn ein Kind bestimmte Übungen nicht mag, dann lässt man sie eine Weile weg, probiert es später wieder. Manchmal mögen die Kinder etwas dauerhaft nicht, manchmal hängt es aber einfach mit der Tagesverfassung zusammen. Wichtig ist, dass es allen Beteiligten Spaß macht!

Babyschwimmen ist eine Erweiterung des kindlichen Bewegungsraumes und gleichzeitig motorische Entwicklungsförderung. Der Körperkontakt zu den Eltern, die dadurch bedingte Vertiefung der Beziehung und der Spaß am Wasser sind wichtige Aspekte. Auch die Anregung von Herz- und Kreislauf und das Trainieren von Muskeln und Skelett. Es ist richtig, dass das Tauchen das Selbstbewusstsein der Kinder fördert, weil sie alleine eine Strecke zurücklegen können und auch Koordination und Gleichgewicht geschult werden. Trotzdem sollte man im Falle des Protestes durch das Kind, diesen in jedem Falle ernst nehmen. Es bleiben auch ohne Tauchen noch genügend Vorteile übrig! Um nur einen zu nennen: Allein der Aufenthalt im Wasser bewirkt ein wunderbares Lungentraining. Da der Wasserdruck zehnmal stärker ist als der Luftdruck, wird die Einatmung erschwert und die Ausatmung erleichtert. Das führt zur Kräftigung der Atemwege, mehr Lungenbläschen bilden sich, wodurch Bronchialinfekte abgewendet werden können oder aber nicht so intensiv auftreten. Es gibt mehrere Studien darüber, die belegen, dass Wasserbabys und Kinder gesünder und weniger anfällig sind und ein besser funktionierendes Immunsystem haben. Zudem leiden sie seltener an Allergien.

Die Kursleiterin sucht mit ihnen gemeinsam auch gern nach der Ursache, warum das  Baby nicht gern taucht oder größere Kinder viel Angst vor dem Tauchen haben.

 

Wie lange nach einer Impfung muss ich warten, bis ich wieder zum Babyschwimmen kommen kann?

Zu diesem Thema gibt es unterschiedliche Haltungen. Wir empfehlen, erst am 4ten Tag nach der Impfung wieder ins Schwimmbad zu gehen. So kann der mit Impfstoffen konfrontierte Organismus des Babys sich erst mal damit auseinandersetzen. Würde noch eine Schwimmstunde dazu kommen, könnte das für den ohnehin schon angestrengten Körper einfach zu viel werden. Manche Kinder entwickeln aber auch erst Wochen oder Monate später Impfreaktionen. Dafür eine für jedes Kind zutreffende allgemeine Aussage zu treffen, ist nicht möglich.

Sie als Eltern kennen ihr Kind am besten und ich empfehle Ihnen in diesem Punkt nach Ihrem Gefühl zu gehen und darauf zu vertrauen, dass Sie die richtige Entscheidung treffen. Den Impftermin nach einer Schwimmstunde und nicht unmittelbar davor zu legen, ist sicher empfehlenswert, schon allein wegen der Aufregung. Die Erfahrung zeigt auch, dass sich Mütter/Eltern nicht gleich mit jedem von der Sprechstunde vorgeschlagenen Termin zufrieden geben müssen. Es ist Schade, eine Wasserstunde zu verpassen und es lohnt sich auf Kooperation bei der Terminabsprache zu bestehen.

 

Braucht man zum Babyschwimmen eine Impfung bzw. muss das Kind geimpft werden?

Das Baby braucht von unserer Seite her weder eine spezielle noch sonst eine Impfung. Die Haltung zu Impfungen ist sehr persönlich und immer in Eigenverantwortung der Eltern. Sie lassen ihr Kind impfen (oder nicht), wann und gegen was Sie wollen. Ob Ihr Kind einen Wasserkurs besucht, ist davon vollkommen unabhängig!